- Monday, January 19, 2026
- 18:00–19:30
- Vortrag und Gespräch
Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg
Nie gehört? Das Hüttengefängnis in der Hamburger Neustadt
Das als Männerwohnheim genutzte Gebäude in der Straße Hütten 40/42 in der Hamburger Neustadt gehört zu den bedeutenden Baudenkmälern Hamburgs. Seine über 165-jährige Geschichte ist in Hamburg kaum bekannt. Etwa 80 Jahre lang war es das Hamburger Polizeigefängnis. In der Zeit des Nationalsozialismus war es als solches ein Ort von Verfolgung. In der Nachkriegszeit nutzte die Stadt das ehemalige Gefängnis als Jugendheim, später als Unterkunft für geflüchtete Menschen. Seit 35 Jahren ist in dem Gebäude ein Wohnheim für wohnungslose Männer untergebracht.
Die Bau- und Nutzungsgeschichte dieses denkmalgeschützten Gebäudes hat der ehemalige Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme Herbert Diercks erforscht. Er stellt im Gespräch mit Dr. Christine Eckel (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte) seine neuen Forschungen vor. Sie wurden Ende 2025 im Schaff-Verlag in der Reihe „hamburger bauhefte“ publiziert (Heft 50: „Das Hüttengefängnis in der Hamburger Neustadt“).