- Montag, 1. Juni 2026
- 18:00–20:00
- Podiumsgespräch
Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg
Zwischen Alltag und Verbrechen. Fotografien von Polizisten im Kriegseinsatz
Angehörige von Polizeibataillonen waren im Zweiten Weltkrieg im besetzten östlichen Europa maßgeblich beteiligt an nationalsozialistischen Massenverbrechen. Dazu gehörten das Niederbrennen von Dörfern und die Misshandlung, Deportation und Ermordung großer Teile der Zivilbevölkerung. Insbesondere waren sie an der Bewachung von Ghettos und der millionenfachen Ermordung von jüdischen Frauen, Männern und Kindern beteiligt.
Einige Polizisten hielten ihren „Arbeitsalltag“ fotografisch fest, darunter auch Szenen der Gewalt und der Demütigung. Welche Funktion hatten diese Fotos für die Polizisten selbst, wie zirkulierten sie während des Krieges, und wie ist ihre Überlieferungsgeschichte? Dr. Petra Bopp (Hamburg), Wolfgang Kopitzsch (Hamburg) und Andreas Mix (Berlin) sprechen über aktuelle Forschungen zu den Fotos, präsentieren neue Funde und diskutieren über ihre Verwendung in Ausstellungen und Publikationen. Moderation: Prof. Oliver von Wrochem (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte).