Geschichtsort Stadthaus

Dauerausstellung „Das Stadthaus im Nationalsozialismus: Eine Zentrale des Terrors“

Das Stadthaus an der Stadthausbrücke

war von 1933 bis 1943 eine Zentrale des nationalsozialistischen Terrors in Hamburg. Daran erinnert der Geschichtsort Stadthaus.

Zwei Ausstellungen stellen den Ort, die verschiedenen dort organisierten Verbrechenskomplexe der Hamburger Polizei sowie Biografien von verfolgten Frauen und Männern vor. Im historischen „Seufzergang“ sind die Erinnerungen derer zu hören, die im Stadthaus vernommen und gequält wurden.

Der Geschichtsort Stadthaus befindet sich in den Stadthöfen, einem Einkaufs- und Geschäftsquartier. Er ist seit 2022 Teil der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen.

Aktuelle Meldungen

Schnee in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme - es sind nur etwas die Gabionen zu erkennen unter dem Schnee

KZ-Gedenkstätte Neuengamme und Geschichtsort Stadthaus am 9. Januar 2026 geschlossen

Bitte beachten Sie, dass die KZ-Gedenkstätte Neuengamme und der Geschichtsort Stadthaus am Freitag, den 9. Januar 2026 auf Grund der amtlichen Unwetterwarnung geschlossen bleiben. Vielen Dank für Ihr…

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Ein winterliches Foto aus der Froschperspektive zeigt Gras im Frost und im Hintergrund ein von der Sonne angestrahltes Gebäude

Gruß zum Jahresende

Rundbrief zum Jahresende 2025 an Überlebende, an Angehörige NS-Verfolgter und an die Freund*innen unserer Gedenkstättenarbeit

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Außenansicht der Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel. Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2008. (ANg 2014-473)

Gesucht: Mitarbeiter*in für die Verwaltung der Gedenkstätten und Lernorte im Hamburger Stadtraum

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt und unbefristet eine/n Mitarbeiter*in für die Verwaltung der Gedenkstätten und Lernorte im Hamburger Stadtraum und Organisation des Leihverkehrs der…

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Ein Schaufenster stellt die Arbeit des Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme e.V. vor

Diesen Monat wird ein Schaufenster im Geschichtsort Stadthaus vom Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme gestaltet. Darin werden die Arbeit und verschiedene Projekte des Vereins genauer vorstellt.

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Geschichtsort Stadthaus am 17. Dezember geschlossen!

Der Geschichtsort Stadthaus ist am Mittwoch, den 17. Dezember 2025 aufgrund von Bauarbeiten geschlossen.

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Alle aktuellen Meldungen

Veranstaltungen

  • Montag, 19. Januar 2026
  • 18:00–19:30
  • Vortrag und Gespräch

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Nie gehört? Das Hüttengefängnis in der Hamburger Neustadt

Das als Männerwohnheim genutzte Gebäude in der Straße Hütten 40/42 in der Hamburger Neustadt gehört zu den bedeutenden Baudenkmälern Hamburgs. Seine über 165-jährige Geschichte ist in Hamburg kaum… Mehr Informationen

  • Donnerstag, 22. Januar 2026
  • 17:00–18:30
  • Rundgang

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Beim Rundgang durch die „Stadthöfe“ geht es um die Bau- und Nutzungsgeschichte des Gebäudekomplexes, die Verbrechen der dort ansässigen Polizeidienststellen und die Folgen, die sie für Tausende… Mehr Informationen

Veranstaltungskalender
Das Stadthaus in der Hamburger Neustadt

Das Stadthaus an der Stadthausbrücke/Neuer Wall

ist ein Gebäudekomplex, in dem sich von 1814 bis Juli 1943 die zentralen Dienststellen der Hamburger Polizei befanden. Im Nationalsozialismus waren hier das Polizeipräsidium sowie die für Hamburg und weite Teile Nordwestdeutschlands zuständigen Staatspolizei- und Kriminalpolizeileitstellen untergebracht. Viele Hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren an diesem Ort tätig. Vom Stadthaus aus organisierte die Polizei die systematische Verfolgung des Hamburger Widerstands gegen den Nationalsozialismus, die Verfolgung von Jüdinnen und Juden, Sintize und Sinti, Romnja und Roma sowie von zahlreichen weiteren Menschen, darunter auch viele Zwangsarbeiter*innen, Homosexuelle oder als „Berufsverbrecher*in“ oder „asozial“ stigmatisierte Personen.

In den Verhörräumen und Arrestzellen des Stadthauses wurden die verhafteten Frauen und Männer brutal misshandelt, erniedrigt, gefoltert, ermordet oder in den Tod getrieben. Polizisten erzwangen mit „verschärften Vernehmungen“ Geständnisse. Die Beamten beteiligten sich durch die Einweisungen in Konzentrationslager und Anträge auf „Sonderbehandlung“ an Entscheidungen über Leben und Tod. Vom Stadthaus aus erfolgte auch die Vorbereitung des Kriegseinsatzes norddeutscher Polizisten vor allem in Polen und in der Sowjetunion, wo sich die Polizeibataillone an zahlreichen Massenmordaktionen beteiligten.

Bei den Luftangriffen der „Operation Gomorrha“ im Juli 1943 wurde der Stadthaus-Gebäudekomplex stark beschädigt. Die Polizeidienststellen wichen auf andere Gebäude in der Hamburger Innenstadt aus.

Dauerausstellung zur Bau- und Nutzungsgeschichte der Stadthöfe in den Brückenarkaden

Im Mittelpunkt der Hauptausstellung

„Das Stadthaus im Nationalsozialismus. Eine Zentrale des Terrors“ stehen unterschiedliche Verbrechenskomplexe der Hamburger Polizei im Nationalsozialismus sowie Biografien von Verfolgten. Die Ausstellung auf den Brückenarkaden informiert über die Bau- und Nutzungsgeschichte des Gebäudeensembles der heutigen Stadthöfe. Im „Seufzergang“, durch den Gefangene von den Arrestzellen zu den Vernehmungszimmern gebracht wurden, können an einer Hörstation Berichte ehemaliger Gefangener über die Verhörsituation und die erlittenen Misshandlungen im Stadthaus abgerufen werden. Alle Ausstellungselemente sind in deutscher und englischer Sprache verfügbar.

Eine Besucherin im „Seufzergang“

Adresse

Stadthausbrücke 6
20355 Hamburg

Öffnungszeiten

Montag bis Samstag 10–17 Uhr. An Sonntagen und Feiertagen sowie am 24. und 31. Dezember geschlossen.

Am Mittwoch, den 17. Dezember 2025 ist der Geschichtsort Stadthaus wegen Umbauarbeiten geschlossen.

Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellungen sind mit dem Rollstuhl barrierefrei zugänglich, der „Seufzergang“ nicht.

Es finden regelmäßig kostenfreie Rundgänge durch das ehemalige Stadthaus und den Geschichtsort Stadthaus statt.

Kontakt

Dr. Christiane Heß und Dr. Christine Eckel (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte)
Telefon: 040-428 131 580
E-Mail: geschichtsort.stadthaus@gedenkstaetten.hamburg.de

Telefonische oder online-Buchung von Gruppenführungen und pädagogischen Angeboten: Museumsdienst Hamburg, Telefon: +49 40 4281310 

Stigma

An der Ecke Stadthausbrücke/Neuer Wall erinnert die Bodenskulptur „Stigma“ von missing icons an den vergangenen Terror und die lange Verdrängung der Geschichte des Stadthauses. Informationen über das Kunstwerk finden Sie hier.